| Aktuell/Heute (07.02.2026) | 38.815,57 €/t |
| Vortag (06.02.2026) | 39.502,68 €/t |
| Veränderung | -687,11 €/t |
| Aktuell/Heute (07.02.2026) | 45.845,07 $/t |
| Vortag (06.02.2026) | 46.700,07 $/t |
| Veränderung | -855,00 $/t |
Das Angebot aus Indonesien, starke Nachfrage aus der Elektronikindustrie, LME-Lagerbestände (London Metal Exchange, weltweit größte Metallbörse mit Sitz in London), geopolitische Unsicherheiten und Energiekosten wirken direkt auf den Zinnpreis ein. Recycling spielt ebenfalls eine große Rolle – Zinn hat einen hohen Wiederverwertungsgrad.
Der Zinnpreis zeigt hohe Volatilität. In 2022 hatte Zinn sein historischen Hoch durch Lieferengpässe und Elektronikboom. Langfristig steigt der Trend leicht an, ist aber geprägt von heftigen Preissprüngen.
Ja, da Zinn in Lötverbindungen für Chips unerlässlich ist – steigende Zinnpreise deuten oft auf wachsende Halbleiterproduktion hin.
Zinn zeigt eine starke Korrelation zu Kupfer und Blei, ist aber anfälliger für Preissprünge durch seine geringere Marktliquidität.
Zinn bietet Wachstumspotenzial durch Tech-Nachfrage, ist aber spekulativer als Edelmetalle – ideal für diversifizierte Rohstoffportfolios.
Ja, etwa über börsengehandelte ETCs auf den LME-Zinnpreis – sie ermöglichen direkten Zugang zum Rohstoffmarkt für Investoren.
Bei hohen Zinsen und Rezessionsangst sinkt die Industrietätigkeit – das belastet den Zinnpreis. Inflation kann kurzfristig stützend wirken.
Rund 50 % des weltweiten Zinnverbrauchs entfallen auf Lötzinn – die hohe Nachfrage aus der Elektronikbranche hat daher direkten Einfluss auf den Preis. Zinn wird auch für Weißblechdosen und chemischen Verbindungen (Zinnchemikalien für PVC-Stabilisatoren) benötigt.
Zinn wird in Lithium-Ionen-Batterien, Wasserstofftechnik und in der Photovoltaik verwendet – die Rolle als Technologiemetall gewinnt an Bedeutung.
Bleifreie Elektronik erhöht den Zinnbedarf deutlich, da Zinn in höheren Konzentrationen eingesetzt wird – struktureller Nachfrageschub.
Die nächsten Jahre dürften für den Zinnmarkt alles andere als ruhig verlaufen: Ein klarer Trend absteigend auf der Angebotsseite prallt auf ungebrochen steigende Nachfrage – insbesondere getrieben durch Elektronik, erneuerbare Energien und die Umstellung auf bleifreie Lötverbindungen.
Aktuell liegt der Zinnpreis bei rund 45.845 $/t. Im Jahr 2030 könnte der durchschnittliche Zinnpreis signifikant über dem aktuellen Niveau liegen – konservativ gesehen im Bereich von 30.000–40.000 USD je Tonne, getrieben durch strukturelle Angebotsengpässe und robuste Nachfrage. Preisspitzen über 50.000 USD/t in Jahren mit eskalierenden geopolitischen Spannungen oder starken Versorgungssorgen bleiben realistisch, angesichts der in der Vergangenheit beobachteten Spitzenwerte.
Recycling deckt etwa 30-35 % des globalen Zinnbedarfs. Es stabilisiert das Angebot und reduziert Preisspitzen bei Förderengpässen. Besonders bei hohen Preisen steigt die Rückgewinnung – das entlastet den Markt, wirkt aber nur begrenzt bei strukturellem Mehrbedarf.
Viele lokale Schrotthändler oder Metallrecycler nehmen Zinn in Form von alten Rohren, Lötzinn, Besteck, Becher, Krüge oder Zinnfiguren an. Hier erhält man oft auch einen kleinen Ankaufspreis pro Kilo, abhängig von der Reinheit. Kommunale Recyclinghöfe nehmen in der Regel Altmetalle an, darunter auch Zinn. Dort wird es fachgerecht getrennt und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt.
Spannungen in Förderländern wie Myanmar oder Indonesien führen schnell zu Angebotsengpässen und treiben den Zinnpreis nach oben.
Strengere Umwelt- und Sozialstandards erhöhen Produktionskosten, reduzieren unregulierte Förderung und führen mittelfristig zu steigenden Preisen.
Illegale Förderung erhöht kurzfristig das Angebot, destabilisiert jedoch den Markt und untergräbt faire Preisbildung.
Der höchste jemals verzeichnete LME-Spotpreis für Zinn (offizieller Schlusskurs auf Tagesbasis) wurde am 8. März 2022 erreicht. An diesem Tag lag der offizielle Kassapreis bei 50.050 $ pro metrische Tonne (Quelle: westmetall.com. Umgerechnet zum offiziellen EZB-Referenzkurs vom 08.03.2022 (1 € = 1,0892 $) entspricht dies etwa 45.950 € pro Tonne (Quelle: bancaditalia.it. Dieser Wert stellt das Allzeithoch des Zinnpreises an der London Metal Exchange dar und übertraf den vorherigen Rekord (rund 33.000 $ aus dem Jahr 2011) deutlich.

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